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City Lights Clippings 309/387
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L.Sp., Vossische Zeitung, Berlin, Deutschland, March 29, 1931.
Ufa-Palast am Zoo, exterior by night,
entrance, Berlin, undated
& Chaplin Talks With Own Music
The genius of music and pantomime in step
toward new art
By Joseph O‘Sullivan (...)
„City Lights“ confirms the reports of his intuitive
musicianship, for the scoring bears the hallmark of his whimsical genius. His idiosyncrasies run rampant throughout
revealing tonal eccentricities which keep step with his shuffling
feet, his agile antics and his merry moments, while
emphasizing the pathos, the irony and the satire that underlie
even the most uproarious comedy situations. (...)
Cartoon. VIOLIN VOICE FOR SENTIMENT In sentimental
moods, the throbbing tones of the violin gushes out
his tender passion.
(...) Motion Picture Herald, May 16, 1931
& Kritik der Leinwand. Lichter der Stadt.
(United Artists, Verleih Südfilm). Der mit Spannung erwartete
neueste Chaplin-Film – eine romantische Pantomime. Zusammengesetzt aus hundert abgerundeten, köstlichen
Chapliniaden, das Ganze um einen Grad
ernster als Früheres, an dem man sich erfreute. Hundert
neue Einfälle und leider auch einige, die
man schon zur Genüge sah. Hat Chaplin das nötig?
(...) Spandauer Zeitung, Berlin, April 4, 1931
„Wir wussten, dass du einer ,vom Bau‘ bist“
Editorial content.
City Lights – Lichter der Großstadt – opens in Germany
March 26, 1931 at the Ufa-Palast am Zoo in Berlin.
Ufa-Palast am Zoo, Budapester Strasse, Berlin-Charlottenburg.
Redaktioneller Inhalt. „,Musik von Charlie Chaplin‘
Charlie Chaplin, wir Musiker haben dich schon lange ins
Herz geschlossen, wir hörten die Melodie deiner stummen Filme,
wir erkannten ihre Komposition, die dicht und klar ist wie
Mozartsche Musik. Wenn deine Phantasie ein Motiv gefunden hat, umspielst du es, wandelst du es in strenger formaler
Durchführung, wie in einem Variationensatz, ab. Wir wussten,
dass du einer ,vom Bau‘ bist, auch ehe uns dein letzter
Film, Lichter der Großstadt (Ufa-Palast), mit der Ankündigung
überraschte: ,Musik von Charlie Chaplin‘.
Du hast den Idealfall geschaffen, dass Autor, Regisseur,
Musiker und Darsteller in Personalunion verbunden sind. Du kennst
die Vielfältigkeit filmmusikalischer Illustration; glossierend,
untermalend, immer in engster Wechselwirkung mit dem Bild.
Origineller und raffinierter als diese Musik, die gewiss zum
Teil aus zweiter Hand stammt, kann keine Originalkomposition
den Film stützen. Diese Auswahl, dies Arrangement
konnte nur jemand treffen, der für die Musik das gleiche Fingerspitzengefühl hat wie für das stumme Filmbild.
Dass Chaplin sich erst heute zu seiner musikalischen Ader
bekennt, hat vermutlich folgende Ursache: Nach Erfindung
des Tonbildes kann er im Schneideraum jeden von der Regie
vorbedachten Musik- oder Geräuscheffekt milimeterscharf
ans Bild fixieren, die Musik muss ihm gehorchen; in der einmal
festgelegten, authentischen Form begleitet sie den Film
auf seiner Weltreise.
L. Sp.“
Die deutsche Premiere von City Lights – Lichter der Großstadt –
findet am 26. März 1931 im Ufa-Palast am Zoo statt.
Ufa-Palast am Zoo, Budapester Strasse, Berlin-Charlottenburg.
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